Alle Kraft den Kleinen!

Das Wahlprogramm des Freien Wirtschaftsverbandes Österreich

Der Freie Wirtschaftsverband Österreich nimmt für sich in Anspruch, die einzige Vertretung der Klein- und Mittelbetriebe Österreich in der Wirtschaftskammer zu sein. Anders als die anderen wahlwerbenden Gruppen sind wir weder für die Zerschlagung der Kammer noch für eine Umverteilung hin zu Industrie und Großbetrieben.

Unsere Forderungen an die Bundesregierung sind:

1) Steuerreform

  • Verwaltungsbonus - als "Aufwandsentschädigung" für die Bewältigung bürokratischer Anforderungen

  • Senkung der Beitragszahlung zum Familienlasten-Ausgleichsfonds um einen Prozentpunkt von 4,5 auf 3,5 %

  • Volle Absetzbarkeit betrieblich notwendiger Ausgaben

  • Senkung der Anfangshürden selbständiger Unternehmer

 

2) Vereinfachung und Entbürokratisierung

  • Vereinfachung des Betriebsanlagenrechts – durch bloßes Anzeigeverfahren

  • Ausstellung aller Bewilligungen von einer Behörde

  • Größtmögliche Unterstützung der bürokratischen Abläufe durch die neuen Technologien

  • Bloße Anmeldung weiterer Gewerbeberechtigungen bei Vorhandensein einer bestehenden

 

3) Verstärkung des sozialen Netzes

  • Einfrierung der Mindestbeitragsgrundlage in der Pensionsversicherung für mindestens drei Jahre, Erleichterung für den Unternehmer für eine freie Pensionsgestaltung

  • Einheitliche Pensions-Beitragsgrundlage für alle UnternehmerInnen

  • Entfall des Selbstbehaltes bei der Krankenversicherung

  • Aufrechterhaltung des Anspruches auf alle Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung

 

4) Gleichstellung der Unternehmerinnen

  • Steuerliche Gleichstellung beim Betriebsverkauf zwischen Männern und Frauen bei Erreichung ihres Pensionsalters

  • Verdoppelung der Wochenhilfe und der Teilzeithilfe für Unternehmerinnen

 

5) Eine Neue Wirtschaftskammer

  • Neustrukturierung der Wirtschaftskammer

  • Einsparungen von 20 Prozent des Jahresbudgets (das sind 1,4 Mrd. Schilling), pro Mitglied eine Ersparnis von ATS 6.000,- pro Jahr

  • Stärkere Konzentration auf die eigentlichen Aufgaben als Interessenvertretung (Gesetzesbegutachtung, Kollektivvertragsverhandlungen, usw.)

  • Schaffung von am täglichen Bedarf der Unternehmen ausgerichteten Servicestrukturen: z.B. eine "schnelle Eingreiftruppe", Rund-um-die-Uhr-Hotline, etc.

  • Vermeidung von Mehrfachgebühren

    • Ermöglichung des Prinzipes "nur eine Kammerumlage" (nur ein Mitgliedsbeitrag)

  • Privatwirtschaftliche Orientierung des WIFI und der AWO

  • Sozial verträgliche Beitragspolitik

  • Beibehaltung der Freigrenzen für Klein- und Mittelbetriebe